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Vom Honigglas zum Met: warum bei uns aus manchen Gläsern Honigwein wird

Manchmal entscheidet nicht der Geschmack darüber, ob ein Honig gekauft wird. Manchmal ist es einfach die Optik.

Ein Glas Honig kann mit der Zeit eine sichtbare Phasentrennung bekommen: oben dunkler und flüssiger, unten heller und fester. Viele sehen das und denken sofort: „Der ist bestimmt nicht mehr gut.“ Dabei ist das oft nur ein natürlicher Vorgang im Honig. Genau solche Gläser sind bei uns viel zu schade, um sie abzuschreiben. Wenn der Honig geschmacklich in Ordnung ist und sauber geprüft wurde, bekommt er bei uns eine zweite Aufgabe: Er wandert in die Met-Produktion.

So entsteht aus unserem Bochumer Imkerhonig ein ehrlicher Honigmet aus Bochum. Kein Schnickschnack, kein großes Märchen drumherum. Nur Honig, Wasser, Hefe, Zeit und ein bisschen Geduld.

Honigglas mit natürlicher Phasentrennung und Kristallisation
So kann natürliche Phasentrennung im Honig aussehen. Für viele Kunden wirkt das ungewohnt, für uns ist es ein Rohstoff mit Wert.

Warum trennt sich Honig überhaupt?

Honig ist ein Naturprodukt. Je nach Tracht, Temperatur, Lagerung und Verhältnis der Zuckerarten verändert er sich im Glas. Manche Honige bleiben lange flüssig, andere kristallisieren schnell. Manchmal passiert das nicht gleichmäßig. Dann sieht man im Glas zwei Bereiche: einen flüssigeren Teil und einen festeren, kristallisierten Teil.

Das sieht nicht immer perfekt aus. Gerade im Laden oder online ist Optik aber wichtig. Ein sauber abgefülltes Glas mit gleichmäßiger Farbe verkauft sich leichter als ein Glas, das aussieht, als hätte es sich „abgesetzt“. Auch wenn der Honig deswegen nicht automatisch schlecht ist.

Wichtig ist natürlich: Honig muss sauber riechen, sauber schmecken und ordentlich gelagert sein. Wenn etwas gärig riecht, schäumt oder offensichtlich nicht stimmt, gehört es nicht einfach weiterverarbeitet. Bei uns geht es um Honig, der in Ordnung ist, aber optisch nicht mehr das macht, was Kunden erwarten.

Von der Wabe bis ins Glas

Am Anfang steht die Wabe. Die Bienen lagern den Honig in den Zellen ein und verdeckeln ihn mit Wachs, wenn er reif genug ist. Für mich ist das immer noch einer der schönsten Momente in der Imkerei: Man nimmt eine volle Wabe in die Hand und sieht direkt, wie viel Arbeit in so einem Rahmen steckt.

Honigwabe aus der Imkerei Bajonczak in Bochum vor dem Schleudern
Eine volle Honigwabe aus unserer kleinen Imkerei. Aus solchen Waben entsteht später unser Honig.

Nach dem Entdeckeln wird der Honig geschleudert, gesiebt und abgefüllt. Ein Teil landet ganz normal als Imkerhonig im Glas. Ein anderer Teil eignet sich später perfekt für Met, zum Beispiel wenn einzelne Gläser durch Kristallisation oder Phasentrennung optisch schwerer verkäuflich sind.

Wie wird aus Honig Met?

Met ist im Grunde Honigwein. Statt Traubenzucker aus Weintrauben bildet Honig die Grundlage. Für die Gärung wird der Honig mit Wasser angesetzt. Dadurch entsteht ein sogenannter Honigmost. Danach kommt Hefe dazu. Die Hefe arbeitet sich durch den Zucker im Honig und wandelt ihn in Alkohol und Kohlensäure um.

Das klingt simpel, braucht aber Ruhe. Der Ansatz muss gären, sich klären und geschmacklich rund werden. Aus einem süßen Honig-Wasser-Ansatz wird nach und nach ein Honigwein mit eigenem Charakter. Der Honig bleibt dabei nicht einfach nur „Süße“. Er bringt Aroma, Farbe und Herkunft mit.

Unser Met ist lieblich, aromatisch und eher unkompliziert. Also kein Getränk, bei dem man erst ein Fachbuch lesen muss. Leicht gekühlt ins Glas, fertig.

Warum wir Honig nicht einfach wegwerfen

Ich mag den Gedanken nicht, dass ein gutes Naturprodukt nur wegen seiner Optik weniger wert sein soll. Die Bienen haben dafür gearbeitet, wir haben dafür gearbeitet, und am Ende steckt immer noch echter Honig darin.

Die Met-Produktion ist deshalb für uns eine sinnvolle Weiterverwertung. Aus Honig, der als Glas schwerer verkäuflich wäre, entsteht ein neues Produkt. Regional, ehrlich und mit Geschichte. Für mich passt das besser zu einer kleinen Imkerei als so zu tun, als müsste jedes Glas aussehen wie aus dem Katalog.

Wie schmeckt unser Honigmet?

Unser Honigmet aus Bochum hat 12 % vol und ist lieblich ausgebaut. Er schmeckt nach Honig, aber nicht klebrig oder künstlich. Am besten funktioniert er leicht gekühlt, zum Beispiel abends auf der Couch, zum Essen oder als kleines Geschenk für Menschen, die regionale Spezialitäten mögen.

Wer lieber beim klassischen Honig bleibt, findet unseren natürlichen Imkerhonig aus Bochum hier im Shop. Und wer beides verbinden möchte, schaut am besten direkt in unsere Kategorie Honig & Bienenprodukte aus Bochum.

Aus Bochum, aus unserer Imkerei

Am Ende ist genau das der Punkt: Der Met kommt nicht aus irgendeiner anonymen Massenproduktion, sondern aus unserem Honig und unserer kleinen Imkerei. Eine Wabe, ein Glas mit Phasentrennung, etwas Geduld, und daraus wird ein Honigwein, der wieder Freude macht.

Hier geht es zum Produkt: Honigmet aus Bochum kaufen

Hinweis: Met ist ein alkoholisches Getränk und nicht für Kinder, Jugendliche, Schwangere oder Stillende geeignet.

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